Eulengeschmack: Novel Writing Blog von Starcat & Winkekatze2015

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Donnerstag, 5 März 2015, 21:31 - Starcat Allgemein | Starcat

Projekte und Lesung

UmDieEckeGebrachtFlyer

Zuletzt habe ich an der Ausschreibung des Art Skript Phantastik Verlags zum Thema »Fantasy Noir« teilgenommen. Es entstand eine düstere Detektivgeschichte mit übernatürlichem Hintergrund in der von Steampunk-Einflüssen geprägten Welt meines »Lilar Canea«-Romans. Ich bin gespannt!
Einen neuen Wettbewerb habe ich noch nicht ins Auge gefasst.

Ich habe mich seit längerem mal wieder etwas gestalterisch und fotografisch betätigt und einen Flyer für eine Lesung zusammengestellt.
Am 21. April nehme ich an einer Lesung vom Schreibzentrum der Ruhr-Uni-Bochum teil, mit dem Thema »Ins Blaue geschrieben und um die Ecke gebracht«. Dabei lesen sieben Autoren/innen Auszüge ihrer Nanowrimo-Projekte, die sich am Thema »Mord« orientieren. Die Lesung findet abends um 18 Uhr im Bluesquare statt. Für meinen Beitrag habe ich mir eine Passage meines Nano-Romans »The Santa Connection« herausgesucht. Zur Veranstaltung

Fürs Erste habe ich also wieder etwas mehr Luft in meinem Zeitplan und kann weiter an besagtem Nano-Projekt pfeilen. Außerdem möchte ich mich an einem Exposé versuchen.


Mittwoch, 28 Januar 2015, 18:40 - Starcat Allgemein | Starcat

Zurück zum Schreiben

Das neue Jahr hat begonnen und ich komme erst jetzt dazu einen neuen Eintrag zu schreiben.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Nanowrimo, für den ich den zweiten Teil meines 2011er Steampunk Fantasy Romans “Lilar Canea” schrieb und ein paar Wochen Urlaub, kehrte ich zu meinem letztjährigen Nano Projekt (Santa Connection) zurück. Zu dem Projekt habe ich schon ein bisschen Leser-Feedback und ergänzte einige Szenen, die die Spannung noch etwas steigern sollen.

Im Moment stehe ich also ein bisschen zwischen verschiedenen Projekten. Auf der einen Seite könnte ich beide Bände von Lilar Canea am besten am Stück überarbeiten, damit der zweite Teil sich vom Ton nicht unterscheidet und das Entwurfsstadium erreicht. Auf der anderen Seite könnte ich mich an die Überarbeitung von Santa Connection machen.

Nebenbei habe ich vor kurzem eine neue Kurzgeschichte für einen Wettbewerb geschrieben und eingereicht. Die Teilnahme an weiteren Wettbewerben ist schon geplant. ;-)

Euer Starcat


Montag, 29 Dezember 2014, 18:31 - Starcat Allgemein | Starcat

Nach dem Nano

Gestern habe ich die Rohfassung meines aktuellen Nano-Romans abgeschlossen. Es sind circa 67623 Worte oder circa 303 Normseiten geworden.
Da es sich ja um eine Fortsetzung gehandelt hat, werde ich sowohl den ersten als auch den zweiten Teil in einem Rutsch überarbeiten, damit es möglichst wenig Schwankungen im Stil und der Konsistenz der Geschichte gibt.

Vorerst wird das aber noch etwas warten müssen. Ein bisschen Abstand kann nicht schaden, um wieder einen objektiven Blick auf das Projekt zu bekommen.

Außerdem wartet mein letztjähriger Nano-Roman auch noch darauf, um ein paar Szenen erweitert zu werden. :-D

Euer Starcat


Freitag, 5 Dezember 2014, 06:43 - Starcat Allgemein | Starcat

Endspurt geschafft!

Am letzten Tag des Nanowrimos habe ich am frühen Abend die fünfzigtausend erreicht. Puh! Ich habe das Gefühl, es wird jedes Jahr anstrengender. Die Geschichte ist vielleicht zu 2/3 oder 3/4 abgeschlossen.
Es gibt einiges an Überarbeitungsbedarf. Viele Details fehlen noch, es gibt viele kurze Szenen und ich glaube auch, der Spannungsbogen muss enger werden.

Vielleicht ist dieses Gefühl aber auch normal. Meistens sieht es mit etwas Abstand besser aus. Wirklich in die Schublade legen kann ich die Geschichte aber erst, wenn sie in dieser groben Form zumindest zu Ende erzählt ist.
Bei meinem zweiten Nano Roman (2010) habe ich den Fehler gemacht, die Geschichte unfertig abzulegen und bin auch nicht wieder dorthin zurückgekehrt.

Ein großer Unterschied zu bisherigen Nanos war diesmal die Zeit. Zuerst bin ich gegen fünf Uhr morgens aufgestanden, um bis sieben Uhr zu schreiben. Ich merkte aber schnell, dass ich so mein Pensum vergessen kann. Vielmehr als 1000 Worte war nicht drin, und das war schon gut. Abends dagegen konnte ich mich gar nicht mehr aufraffen, weil ich von der Arbeit geistig zu erschöpft war. Also stand ich den Großteil des Monats schon um halb fünf auf. Trotzdem hat es mit dem Tagespensum seltener geklappt als sonst.

Ich hatte keine Zeit mehr die Szenen des Vortages zu lesen, etwas zu polieren und dann anzuknüpfen, wie ich es sonst immer gemacht habe.
Viele Details, die im Original Roman auftauchten, fehlen noch im neuen Band, weil ich sie nicht mehr gut vor Augen hatte und keine unnötige Inkonsistenz rein bringen wollte.

Was die Planung angeht habe ich dieses Mal etwas mehr Vorarbeit geleistet, aber es war überschaubar. Es hat sicher geholfen, aber in diesem Fall war es auch nicht das goldene Ticket zum einfachen Roman. ;-) Ich habe auf meine alte Powerpoint-Textkästchen-Methode zurückgegriffen um Szenenideen miteinander zu verbinden.
Dabei habe ich pro Charakter eine Farbe gewählt und je in 1-2 Sätzen aufgeschrieben was in der Szene sinngemäß passieren soll und diese dann in einem Schaubild platziert.
Eine Verbesserung besteht darin, dass ich nun farbliche Bahnen pro Charakter angelegt habe, auf denen die einzelnen Szenen wie auf einem Zeitstrahl verteilt sind.

So erkenne ich auch ein wenig des Spannungsbogens. Wenn viel passiert wird das Diagramm natürlich engmaschiger und man sieht auch, wo die Spannung evtl. abflacht.

Ich bin froh, dass der Nanowrimo nun geschafft ist und ich erstmal etwas durchatmen kann. Jetzt heißt es zwar trotzdem am Ball bleiben, aber zumindest mache ich mir keinen Druck mehr mit dem Wordcount.

Euer Starcat


Sonntag, 19 Oktober 2014, 17:41 - Starcat Allgemein | Starcat

Nano Vorbereitungen

In zwei Wochen beginnt der Nanowrimo 2014, mein bisher sechster Nano.
Soweit habe ich es jedes Jahr geschafft, die 50.000 Worte zu erreichen. Manchmal bereute ich meine geringe Vorbereitung. Ich setzte mir den Vorsatz es in diesem Jahr anders zu machen, mir eher über eine Idee klar zu werden und früher mit der Planung zu beginnen. Überhaupt zu Planen ist schon ein Fortschritt!
Zwei Wochen sind es also noch, klingt für mich nach einem guten Zeitpunkt endlich anzufangen.

Herangehensweise
Bevor ich aber durchstarte, möchte ich euch zuerst noch einen kurzen Rückblick bieten.
Als ich 2009 meinen ersten Nano Roman schrieb, kannte ich die Welt, die Hauptfiguren und Schlüsselszenen der Handlung über die ich schreiben wollte bereits. Es handelte sich um die Aufarbeitung meines ersten Romanprojekts, mit dem ich Jahre zuvor rein intuitiv und ohne Schreiberfahrung begonnen hatte. Den Nano wollte ich nutzen, um meiner Idee nun eine anständige Form zu geben und eine neue Fassung der Geschichte zu schreiben.
Das hat gut funktioniert. Es war aber auch eine Ausnahme für mich.
Alle weiteren Nanos waren neue Ideen und es gab nur sehr rudimentäre Planung.

Ich beginne mit einer Idee für das Setting, dem Thema oder mit Charakteren.
Falls mir die Hauptfiguren noch nicht klar sind, überlege ich mir zumindest Namen und grobe Wesenszüge.
Im Optimalfall habe ich schon ein paar Ideen für verschiedene Schlüsselszenen der Handlung im Kopf.
Als Einstieg schreibe ich einen kurzen Teasertext, der mir bereits ein bisschen über die Geschichte verrät und neugierig machen soll. Dieser Text landet später auf der Nanowrimo Website als knappe Zusammenfassung meiner Idee.

Ich schreibe ausschließlich chronologisch und zähle nur die Wortzahl tatsächlich verwendete Szenen für meine Nano-Wortzahl. Während ich die Geschichte schreibe, versuche ich einen gewissen Spannungsbogen zu schaffen, damit für die spätere Überarbeitung schon eine Grundstruktur besteht, die ich weiter verfeinern kann. Bisher musste ich sie auch nicht über den Haufen werden.

Abgesehen von den bereits erwähnten Schlüsselszenen plane ich kaum voraus.
Stephen King sagte mal in einem Interview, er müsse nicht vorher wissen, was in seinem Buch alles passiert. Es genügt zu wissen, worüber man am nächsten Tag schreibt.

Bei mir gab es Tage, da saß ich tatsächlich vor dem Bildschirm und wusste nicht, wie die Geschichte weitergehen sollte. Oft leiden dann auch mein Spannungsbogen und die Wortzahl.

Ideensammlung und Entscheidung
Bevor ich mit der Planung einer Geschichte beginnen kann, muss ich mich natürlich erstmal für eine Idee entscheiden, die ich in Angriff nehmen möchte.

Manche Autoren sind eine sprudelnde Quelle an Ideen. Ganz so leicht fällt es mir nicht.
Dafür bediene ich mich einer Ideensammlung, die ich vor jedem Nanowrimo mit weiteren Romanideen erweitere und ausgiebig hin- und herwälze, bevor ich mich entscheide.
Die eigentliche Entscheidung fiel in den letzten Jahren oft aber erst in letzter Minute.

In diesem Jahr habe ich mich entschieden, eine Fortsetzung zu einem meiner Nano Romane zu schreiben.
Der erste Schritt besteht für mich darin, den besagten Nano Roman aus der Schublade zu holen, komplett zu sichten und eine ausführliche Szenenübersicht zu erstellen.
Dabei wird jede Szene zusammengefasst, bis sie auf eine Karteikarte passt.
Bei meinem letztjährigen Nanowrimo Projekt habe ich schon eine solche Zusammenstellung für die erste Überarbeitung erstellt.
Eine solche Detailübersicht stellt sicher, dass ich wieder in die Welt des Romans eintauchen kann und es zu keinen Konsistenzfehlern kommt.


Sonntag, 5 Oktober 2014, 20:36 - Starcat Allgemein | Starcat

Weiter gehts!

Die erste Flut der geballten Wettbewerbe ist vorüber. Insgesamt hatte ich vor im letzten Monat für vier verschiedene Wettbewerbe Kurzgeschichten zu schreiben und habe diese dann auch rechtzeitig eingesendet. Puh!
Das sind bisher meine ersten Wettbewerbe und ich freue mich vor allem mal wieder neues Material zu haben, selbst wenn ich nicht nominiert werde.
Ich bin trotzdem gespannt.

Eigentlich sollte ich mir über meine Romanidee für den Nanowrimo klar werden, aber wie auch in den Jahren zuvor fehlt mir noch die zündende Idee, die mich überzeugt, dass sie nicht warten kann.

In der Zwischenzeit habe ich etwas an der Überarbeitung meines letzten Nano-Romans »The Santa Connection« gearbeitet. Dabei geht es um einen allzu menschlichen Weihnachtsmann, der auf seiner Harley über amerikanische Highways brettert und in Selbstjustiz Verbrecher zur Strecke bringt.
Ich habe Winkekatze das Manuskript vorgelesen und Feedback von meinen Erstlesern bekommen. Nun arbeite ich daran, die Geschichte mit dem Feedback noch etwas aufzupolieren.
Sobald mir aber der richtige Einfall für den Nano kommt und es »klick« macht, werde ich mich darauf konzentrieren.

Euer Starcat


Donnerstag, 25 September 2014, 20:35 - Starcat Allgemein | Starcat

Schreibwettbewerbe

Im Moment bereite ich Einsendungen für verschiedene Wettbewerbe vor. Teilweise habe ich lange gegrübelt, was ich aus den Themen machen kann. Sobald mir dann aber eine Idee kommt, geht alles recht schnell.

Mir gefällt vor allem, dass ich auf diese Weise wieder dazu komme, zu ganz unterschiedlichen Themen zu schreiben, oder zumindest meine wiederkehrenden Themen in einem neuen Licht betrachten kann.

Da der nächste Nano auch schon bald vor der Tür steht und ich noch nicht genau weiß, worüber ich schreibe, tun mir die Kurzgeschichten auch in der Hinsicht gut. So bekomme ich etwas frischen Wind in meine Gedankenwelt.

Euer Starcat


Donnerstag, 30 Januar 2014, 08:16 - Starcat Allgemein | Starcat

Post-Nano 2013

Jetzt ist es doch tatsächlich schon Ende Januar. Ich habe zwar vom Beginn meines jüngsten Nanos erzählt, aber nicht wie er ausgegangen ist.
Den Ziel-Wordcount von 50000 habe ich erreicht. Viel interessanter für mich ist aber, dass ich es zum ersten Mal geschafft habe, die Geschichte innerhalb des einen Monats zu Ende zu führen.
Zugegeben sie hat einige Stolpersteine, mit denen ich noch nicht zufrieden bin, aber es handelt sich ja auch um einen Rohentwurf.
In meiner Freizeit beschäftige ich mich damit die erwähnten Stolpersteine aufzuspalten und die Fossilien darin zu betrachten. Ich denke, mit etwas Arbeit lässt sich die Geschichte noch deutlich verbessern. Ich bin gespannt, was ich noch herausholen kann.

Euer Starcat


Montag, 11 November 2013, 21:08 - Starcat Allgemein | Starcat

Mein Nano Projekt 2013

Die zweite Nanowrimo Woche hat begonnen und ich habe gerade noch schnell nach Feierabend die letzten Worte für mein heutiges Pensum geschrieben.
Ein wenig hinke ich hinterher- da fühlt man sich mal ein paar Tage kränklich und dann das. Die ganze Planung steht Kopf. Da gibt’s nur eins: Weiterkämpfen- nicht aufgeben.
Damit ihr überhaupt wisst, worum sich meine diesjährige Nano Geschichte dreht, gibt es hier einen kleinen Klappentext.

“Die Dreizehnjährige Carol steckt in der Klemme. Ihre alleinerziehende Mutter, Annie, ist verschwunden und zu allem Überfluss hat man sie zu Pflegeeltern gesteckt, die nicht ätzender sein könnten.
Um mit der Situation klarzukommen, schreibt Carol sich ihren Frust von der Seele und wirft die Briefe in den nächsten Briefkasten. Solange sie denken kann, verschickt sie ihre Sorgen an die Adresseinblendung aus der alten Kindersendung The Santa Connection.
Von der Seele- in den nächsten Briefkasten- unzustellbar und aus der Welt. So läuft das. Nicht das Carol an etwas so kindisches wie den Rauschebart glaubt. Schon gar nicht rechnet sie damit, dass tatsächlich jemand ihre Briefe öffnet.
Thad ist ein zäher Brocken, ein alter Hase in diesem Geschäft.
Sein Agent hat ihm über Jahre Briefe vorenthalten. Einige stammen von Annie, die ihm nicht aus dem Kopf ging und von der er dachte, sie habe sich nicht mehr gemeldet. Gewissensbisse nagen an ihm. Doch als er den jüngsten Brief ihrer Tochter liest, geht ihm sein Arsch auf Grundeis.
Er schwingt sich auf sein Motorrad und braust hinaus in die Nacht.
Vielleicht hat das Bens noch auf. Ein guter Schluck Rum konnte nicht schaden. Danach würde er weitersehen…”

So und nu‘ is‘ Feierabend für heute. ;-)

Euer Starcat


Sonntag, 20 Oktober 2013, 10:15 - Starcat Allgemein | Starcat

Elf und Einer

Hehe, ich konnte mir die Anspielung nicht verkneifen. Morgen sind es noch elf Tage bis zum Nano. Zeit die treuen Werkzeuge aus der abgewetzten Ledertasche zu holen und sie auf Hochglanz zu bringen. Es gibt so vieles, was vorher noch erledigt werden will, bevor man ins Land des Schreibens verschwindet. Hat man die Katze gefüttert? Den Herd ausgemacht? Die Zeitung abbestellt? Nimmt man den Hogwarts Express, den Schrank nach Narnia oder doch den DeLorean zurück in die Vergangenheit?
Wie fängt man am besten an? Schreibt man sich vorher warm? Plant alles minutiös durch? So viele Fragen.

Ich vermute da hat jeder erfahrene Nano seine eigenen Tricks und Gewohnheiten. Was aber tun, wenn dies der erste Nanowrimo werden soll? Wenn der unsichere Geschichtenkritzler sich also endlich daran macht, seinen Traum in die Tat umzusetzen und sich an seinen ersten richtigen Roman wagt?
Ich denke für jeden bedeutet der Nanowrimo etwas anderes.
Für mich ist es, nach dem fünften Mal, fast schon eine nostalgische Zeit, die besonders dem Schreiben gewidmet ist.
Zwar schreibe ich auch im Alltag regelmäßig, mit nur wenigen Ausnahmen, wenn es so gar nicht in Ort und Zeit passen will, aber der November ist dennoch immer etwas Besonderes.

Ursprünglich kostete es mich einiges an Überwindung, nach Jahren des stillen Schreibens endlich zu sagen: Ich setze mich jetzt ganz gezielt hin und schreibe meinen Roman. Punktum. Direkt kamen die Gedanken- darf ich das überhaupt so sagen?

Sicher kennen viele jungen Nanos diese Gedankengänge, die allesamt darin begründet sind, dass das Schreibhandwerk in Deutschland längst nicht den Stellenwert hat, wie beispielsweise in den USA. Dort gibt es seit Jahrzehnten eine intensive Förderung von Jungautoren. Des Nachwuchses, zu dem ich als Nano natürlich auch zähle.
In Deutschland wird das Autorendasein sehr mystifiziert betrachtet. Die allgemeine Vorstellung ist weit von der Realität entfernt. Was sehr schade ist, denn eben diese falschen Vorstellungen und Erwartungen machen es dem Neuling schwer seinem Umfeld zu sagen: Ich schreibe einen Roman.

Oft geht damit die Angst der Ablehnung einher.
Was, wenn Freunde und Familie das eigene Tun belächeln, es nicht ernst nehmen? Macht man sich nicht vielleicht selbst etwas vor? Was wenn am Ende nach der ganzen harten Arbeit kein Verlag den Roman veröffentlichen will? Wie soll man dann den Menschen ins Gesicht sehen, die es die ganze Zeit wussten, ja sogar gesagt haben? Also doch lieber etwas Anständiges mit seiner Zeit anfangen?
Nein! Wer schreiben möchte, sollte schreiben.
Einige der genannten Punkte werden garantiert eintreffen. Es wird sich höchstwahrscheinlich kein Verlag finden- doch das ist die Regel und nicht das Ende der Welt. Wer unbedingt etwas veröffentlichen möchte, kann andere Wege gehen.

Und was ist mit den Freunden und Familie, die sich nicht trauen zu sagen, was sie wirklich denken? Sie haben versucht diese Hirngespinste mit einem Lächeln auszutreiben- ohne Erfolg. Und nun hockt der junge Nano da alleine in seiner Bude und tippt und kritzelt vor sich hin, voller vergeblicher Hoffnung auf Ruhm und Reichtum. Verschwendet sein Leben mit Gedanken an Geschichten und Orte, die es doch gar nicht gibt. So ein Schwachsinn! Was werden bloß die Nachbarn sagen? Kann den denn nicht mal jemand wachrütteln?
Sollte es nicht eine Selbsthilfegruppe für Angehörige geben? Schließlich klingt es fast so, als gäbe es kaum noch Möglichkeiten tiefer zu sinken. Fehlt nur noch exzessiver Drogenkonsum. Am Ende sitzt man in abgewetzter Kleidung am Bahnhof und spricht die Passanten an, wie es mit einem Quickie wäre- einer Kurzgeschichte, gleich hinter der nächsten Ecke geschrieben, wo es auch niemand sieht.
Jaja, nicht einfach ist das Nachwuchsautorendasein.
Eine Prise Humor wirkt oft Wunder.

Auch den Nano sollte man nicht zu erst nehmen, es soll schließlich Spaß machen und wie oft hat man schon die Gelegenheit einem Traum nachzugehen, ohne gleich erfolgreich sein zu müssen? Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, dann vielleicht beim Zehnten. Ein langer Atem zählt zu den wichtigsten Eigenschaften eines Autors. Handwerk lässt sich lernen.

Schon diese Wochen vor dem Nanowrimo sind für mich erfüllt von Vorfreude, wie andere Menschen sich auf einen Urlaub in einem fernen Land freuen. Es kribbelt mir in den Fingern und ich bin neugierig, was ich alles erleben werde. Welche Charaktere mir begegnen und welche Orte ich beschreiten werde.

Noch weiß ich, nicht wohin die Reise denn gehen soll. Ich habe zwei Geschichten, in jeder Hand eine.
Beide haben ihren ganz eigenen Reiz. In der einen treffe ich auf alte-, in der zweiten auf neue Freunde.
Vielleicht fällt die Entscheidung erst im letzten Moment, wie so oft.

Euer Starcat